Samstag, 12. Juli 2014

Auswahlgespräch in Dresden bei YFU


Oh mein Gott, ich hatte heute mein Gruppengespräch mit YFU in Dresden, genauer im St. Benno Gymnasium. Ich bin heute früh mit Papa halb 9 losgefahren, natürlich waren wir dann schon etwas zu früh da, denn mein Termin war erst 12.30 Uhr, doch das war mir recht so. So hatte ich genügend Zeit um schon mal die Schule, zu mindestens von außen, anzuschauen. Wir sind dann einfach noch ein wenig die Straßen entlang gelaufen, doch wie das so ist, haben auch wir die Zeit aus den Augen verloren. Wir wollten dann noch schnell was essen gehen, ganz in der Nähe der Schule. Doch vor lauter Aufregung hab ich fast keinen Bissen runter bekommen und Papa musste die Calzone für zwei allein essen.
Als ich dann an der Schule war und die ersten getroffen hab (die auch aus Thüringen waren!!) ging’s mir auch gleich viel besser. Nachdem wir den Raum gefunden hatten, haben wir auch die anderen kennen gelernt die schon im Wartezimmer saßen. Insgesamt waren wir zu fünft, im Wartezimmer saß noch eine ehemalige Austauschschülerin, die uns half die Nervosität zu vergessen, so dass schnell ein paar Gespräche entstanden.

Bald wurden wir dann auch zum Gruppengespräch gerufen, wo wir alle im Halbkreis saßen. Insgesamt saßen noch 5 Personen mit im Raum, neben der Gesprächsleiterin die uns auch alles erklärt hat. Die anderen haben die ganze Zeit Sachen aufgeschrieben. Komischer Weise fand ich das aber nicht beängstigend oder ablenkend, vielleicht auch weil ich so damit beschäftigt war ja alles richtig zu machen.

Unsere erste Aufgabe bestand darin ein Land zu wählen welches YFU demnächst mit anbieten sollte (es gab Oman, Kuba und Slowenien), als nächstes sollten wir erklären weshalb wir denken, wieso die Osteuropäischen Länder eher unbeliebt sind im Vergleich zu den Westlichen wie die USA.  Dann kamen wir zu dem Hauptpunkt des ganzen Gespräches (zu mindestens empfand ich es als den Hauptpunkt). Wir bekamen drei Geschichten erzählt von anderen Austauschschülern, jede in kleineren Etappen, wir sollten dann immer untereinander diskutieren wie der jenige unserer Meinung nach vorgehen sollte. Sobald wir uns einig waren kam die Fortsetzung der Geschichte, so wurden wir an jedem Wendepunkt oder bei Entscheidungen befragt was der jenige tun sollte. Zu den geschilderten Situationen brauchte man keinerlei Fachwissen, das schwierige war eher, dran zukommen um seine Meinung mit in die Runde zu geben. Denn alle hatten einen Standpunkt den man natürlich als erster vorstellen wollte um bei den Ausschlussmitgliedern gut anzukommen, schließlich macht es sich schlecht, wenn man am Ende nur noch sagen kann „Ja genauso sehe ich das auch.“. Nach den drei Geschichten war die Gruppengesprächsrunde auch schon vorbei. Wir alle waren dann überrascht, dass es doch so entspannt und locker war.
Ich wurde dann gleich als erste aufgerufen zum Einzelgespräch zu kommen. Dort saßen mir zwei gegenüber und einer saß noch an einem Schreibtisch. Dort wurde ich erst mal gefragt, wie es mir bisher gefällt und ob ich noch etwas nachträglich zum Gruppengespräch hinzuzufügen möchte (wenn man noch Argumente hatte, aber diese nicht genannt hat, zum Beispiel). Als nächstes sollte ich drei Eigenschaften nennen die mich auszeichnen, da ich unter anderem tolerant gesagt hatte, wollten sie wissen ob es da bei mir auch Grenzen gibt und ob ich selber da schon Erfahrungen gemacht habe, weshalb ich das nun als eine meiner Eigenschaften genannt habe. Zum Abschluss habe ich ebenfalls noch mal eine Geschichte bekommen, die leider auch etwas knifflig war.

Ja, das war nun mein Tag in Dresden auf den ich ewig hin gefiebert habe, nun warte ich, dass ich Post in 3-4 Wochen von YFU erhalte mit einer positiven Antwort.
Zudem haben wir noch einen Zettel bekommen wo wir gegebenenfalls unsere Wunschländer in einer andere Reihenfolge oder noch neue Länder hinzufügen können. Ich werde neben Schweden vermutlich noch Estland mit angeben, wieso? Ist so ein Bauchgefühl, bisher hat es mir Papa immer ein wenig ausgeredet da ich nie im Leben diese Sprache brauchen werde, doch wer weis?


Mit diesen Worten, euch noch ein schönes Wochenende. Vielleicht seid ihr schon welche von den glücklichen die schon Ferien haben, ansonsten ist es ja auch bei den anderen nicht mehr so weit bis zu den Ferien.

Eure Alexandra
 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen