Donnerstag, 10. März 2016

Gedanken während der Mittagspause...

März - ein Tag vergeht nach dem anderen, ohne das ich es wirklich merke. Verschiedene Projekte und Arbeiten halten mich ganz gut beschäftigt. In Naturwissenschaften haben wir ein Projekt mit der Stadt Sollentuna und dem WWF. "Unsere Stadt 2030" Wir Schüler sollen aufzeigen, wie man Plätze verändern kann und was getan werden sollte um den ökologischen Fussabdruck so gering wie möglich zu lassen. 
Meine Gruppe und ich - wir haben nicht wirklich einen Ahnung was mir machen wollen/sollen. Die Zeit fehlt vorne und hinten und irgendwie auch die Motivation, zu gleich haben wir den Druck am nächsten Freitag im Stadtshaus unsere Vorschläge den Politikern zu präsentieren. 
Neben Wasserwerten vergleichen und Müllabfuhrszeiten zu finden, habe ich entdeckt das unsere Schule sogar über ein kleines niedliches Gewächshaus verfügt! 
Ansonsten stehen Sachen wie eine TalkShow in englisch über Indien, eine Debatte in Schwedisch und eine Mathearbeit an. 
Auf das letzte freue ich mich, ich habe endlichen einen Mathekurs gefunden, der irgendwie passt. Alles einfach nochmal als Wiederholung machen und ein wenig vertiefen. Während meine Klassenkameraden noch überlegen, wie man die neue Formel anwendet, vertiefe ich mich in die Welt der schwedischen Textaufgaben. Im Gegensatz zu anderen Fächern, sehen Mathearbeiten hier genauso aus wie in Deutschland. Anders als Sozialkunde oder Geschichte - da schreibt man Aufsätze, Ausarbeitungen. Man analysiert Probleme und geschichtliche Ereignisse auf allen sozialen und wirtschaftlichen Ebenen. 
Das ist etwas, was mir schwer fällt. Ich habe in zehn Jahren Schule gelernt, Fakten wieder zugeben und in einen Zusammenhang zu bringen. Sachen zu erklären und geschichtliche Abläufe nach Ursachen, Gründe und Folgen auseinander zu nehmen. Allerdings haben wir das immer gemeinsam irgendwie gemacht, man hat im Unterricht alles aufgeschrieben und zu Hause sich die Fakten angeschaut und gelernt. 
Hier ist Schule anders. Der Lehrer redet die ganze Zeit und es gibt unzählige PowerPoints, man selber sitzt einfach nur 1-2 Stunden da und hört zu. Daheim soll man dann sich im Buch jeden Tag vier-fünf Seiten im Lehrbuch durchlesen und beibringen. Langsam vermisse ich deutsche Unterrichtsmethoden. Vor einem Jahr noch war ich einfach nur müde vom deutschen Schulsystem und wollte nichts mehr als was neues auszuprobieren. In der Ferne lernt man manchmal erst richtig zu schätzen, was man vorher hatte. 
Auch das Benotungssystem ist um 180 Grad anders als in Deutschland. Selbst nach fast sieben Monaten blicke ich noch nicht durch. Vielleicht mache ich euch dazu nochmal einen extra Blogpost. 

Ich werde mal weiter machen mit dem Englischprojekt und "funny facts" über Indien suchen...

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