Donnerstag, 6. Oktober 2016

(K)ein ganz normaler Tag

Eigentlich wollte ich heute einfach mal von meinem Alltag erzählen - mein Schüler-dasein etwas teilen. Doch der heutige Tag ist dann doch anders gekommen als gedacht. Besser.

Donnerstag ist eigentlich mein heimlicher "Hasstag". Das fängt schon damit an, dass wir nullte Stunde haben und dann noch Sport. Noch schlimmer Schwimmen. Der ganze Spaß fängt dann schon um 6:50Uhr am Beckenrand an. Das bedeutet für mich als "Buskind" frühes Aufstehen.
Nach zwei Schulstunden Schwimmen fallen uns allen fast die Augen zu in Englisch. 
Doch heute war es anders - bis auf die Müdigkeit in Englisch. 

Netterweise hat Papa mich in die Stadt rein gefahren, das bedeutete ein bisschen mehr Schlaf, kein Warten auf dem Bus im Nieselregen und plaudern mit Papa im Auto. 
Im Schwimmen selbst hatten wir heute Ausdauerschwimmen - fünfundzwanzig Minuten für die Note eins. Klang schlimmer, als es eigentlich war. Nach einer Weile hatte ich meinen Rhythmus gefunden - ebenfalls wie die Freude am Bahnen-ziehen.

Auch Biologie stellte sich als interessant dar. Statt nur die einzelnen Teile und deren Aufbau einer Zelle zu lernen, haben wir heute aktiv an den Mikroskopen gearbeitet. Und so haben wir gemütlich Paprika klein geschnitten und uns gegenseitig unsere besten Ergebnisse gezeigt.

Ein weiterer Grund, wieso ich Donnerstag nicht so mag, ist Chemie. Ich stehe mit Chemie auf Kriegsfuß seit der 7.Klasse. Seit dem habe ich mich mehr mit raten und auszählen weiter gebracht statt die Chemie zu lernen und zu verstehen. Meine neue Chemielehrerin unterrichtet mit Begeisterung für ihr Fach, doch auch mit Strenge. Vermutlich wird es das erste Jahr, wo ich Chemie wirklich lernen werde und evtl. ja auch verstehen werde. Die Zeichen stehen gut. Den unsere Lehrerin gibt nicht auf - da fragt sie dich lieber zwanzig Minuten aus und lässt sich alles von dir erklären, damit du es dann auch wirklich kannst. 
Heute wurde jedoch eher eine gemütliche Stunde mit Geschichten aus dem Nähkästchen einer Lehrerin. Sehr amüsant und garantiert mehr Spaß als Chemie :)

Dies war vermutlich auch dem geschuldet, dass wir heute nur extrem wenige Schüler waren. Das beim Schwimmen nie viele im Becken sind, daran haben wir uns mittlerweile schon gewöhnt. Unser Lehrer sagt immer wir haben "Traumbedingungen" mit meist nur einem Schüler pro Bahn. Auch heute waren nur sieben Schüler im Wasser. 
Im Laufe des Tages haben sich noch einige abgemeldet, sodass wir in Chemie nur noch acht Schüler waren (inkl. unserem Austauschschüler). 

Normalerweise haben wir nach Chemie noch 7./8. Französisch - unser eh schon kleiner Neueinsteiger-Kurs. Tja - heute nur drei Schüler. Darauf fragte unsere Lehrerin, ob wir einen Kaffee trinken wollen. Selbstverständlich sagten wir ja - dachten, aber es sei eher ein Scherz. Nein, nur etwas später saßen wir wirklich schon im Cafe mit einem Kaffee und plauderten mit unserer Lehrerin. 
So habe ich sogar noch einen Bus früher geschafft. 

Zu Hause habe ich dann noch meine Hausaufgaben gemacht und ein bisschen gelesen. Nun habe ich nur noch eine Ausarbeitung in Deutsch zu machen und eine Packliste für das Wochenende wäre auch nicht schlecht. Denn schon morgen (!) fahre ich Richtung Gotha zum HAT - dem Herbst Aktiv Treffen!

Eure Alexa  ❤

Kommentare:

  1. Komisch, dass du in Chemie immer gute und sehr gute Leistungen hattest, sehr enttäuschend so etwas lesen zu müssen! Deine "alte" Chemielehrerin

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    1. Das tut mir leid, dass Sie enttäuscht sind - doch Noten sagen meist nichts darüber hinaus, ob ein Schüler das Fach mag bzw. wirklich versteht.
      LG Alexandra

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