Donnerstag, 31. Januar 2019

Schein und sein

Ich vermute, dass ich auf mein Umfeld relativ strukturiert wirke.
So als hätte ich alles im Griff - meine Noten liegen im guten bis sehr guten Bereich, außer vielleicht in Mathe. Ich habe meinen eigenen Haushalt, kümmere mich um meine Mitmenschen, betreibe viel Planung für all die anstehenden Abi-Sachen und bin nebenbei noch in Vereinen aktiv. Ich lache viel, bin locker drauf und probiere stets freundlich zu sein.

Doch in mir sieht es ganz anders aus. Meine Motivation im Keller zu finden, ist bei mir zum Dauerzustand geworden. Ich kann mich selbst nicht leiden, bin ständig unzufrieden mit mir und meiner Leistung. Alles Zweifel ich an und hinterfrage mich, ob ich es nicht besser könnte. Mein kritisches Zweifel hilft mir nur leider nicht neuen Ehrgeiz und Zielstrebigkeit zu entwickeln. Ich bin träge, schaffe nichts aus eigenem Willen und falle so immer tiefer in meinen Strudel aus Selbsthass.
Ich wäre gerne aktiver, ich weiß das ich mehr könnte. Doch ich schaffe es nicht.

Natürlich gibt es Phasen, wo ich aktiver bin. Meist dann zehn Stunden vor der eigentlichen Deadline. Dann habe ich auf einmal Energie und probiere das Ruder herumzureißen, der hoffnungslose Versuch mein Nichtstun der letzten Wochen auszubessern.

Ich probiere mich mit mir selbst auseinander zusetzen, zu verstehen, woher all diese Trägheit kommt. Bisher habe ich die Ursache noch nicht ganz gefunden - vielleicht gibt es ja so was, wie chronische Faulheit?
Ich versuche mir kleine Ziele zu setzten, kleine Aufgaben - überschaubar, realistisch.

Ich hoffe, es kommen irgendwann wieder bessere Zeiten.

Alles Liebe,
Eure Alexa

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